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Thema:  Soziales

Art:  Pressemitteilung

Bett statt Schlafsack - GRÜNE, LINKE und CDU fordern Unterstütztung durch den Rat

Während für Menschen mit einer eigenen Wohnung Kontaktbeschränkungen gut eingehalten werden können, kann Covid-19 für Obdachlose lebensgefährlich sein, da die Mehrheit der Hochrisikogruppe angehört und Kontaktreduzierungen in Notschlafstätten kaum möglich sind. Zusätzlich gibt es immer wieder Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen für die bestehenden Unterkünfte nicht in Frage kommen. Dazu stellt die kalte Jahreszeit ein weiteres großes Risiko für obdachlose Menschen dar. Minus 16 Grad in der Nacht - das sind Temperaturen, bei denen im Freien der dickste Schlafsack nicht mehr hilft. „In diesen bitterkalten Nächten müssen wir obdachlosen Menschen unbürokratisch und vor allem sehr schnell helfen“, sind sich die Fraktionen von Grünen, CDU und DIE LINKE+ einig.

In den vergangenen Tagen wurden bereits einige zusätzliche Hilfsangebote ins Leben gerufen – von der Öffnung des Dortmunder Hauptbahnhofs bis zur „Reaktivierung“ der Flüchtlingsunterkunft an der Mergelteichstraße in der Nähe des Zoos. Zudem gibt es die Hilfsangebote von ehrenamtlichen Initiativen.

Darüber hinaus haben die Initiativen der Wohnungslosenhilfe Gast-Haus e.V., Team Wärmebus und Bodo e.V. mit dem Projekt „Bett statt Schlafsack“ schon vor der Kältewelle eine niederschwellige Notübernachtung für wohnungs- und obdachlose Menschen geschaffen. In einem innerstädtischen Hotel stehen dafür zunächst zehn Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung, um besonders vulnerable Menschen unterzubringen, die aus unterschiedlichen Gründen für die bestehenden Unterbringungsformate nicht in Frage kommen. Das Projekt finanziert sich aus Eigenmitteln und Spenden und ist vorläufig bis Ende Februar begrenzt. Es ist allerdings absehbar, dass die Gefährdungen durch die Corona-Pandemie auch darüber hinaus bestehen bleiben. GRÜNE, LINKE und CDU wollen das Projekt nun absichern. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie die Verwaltung auf, kurzfristig mit den Trägern des Projekts die Fortführung über den Februar 2021 hinaus sicher zu stellen. Das betrifft insbesondere auch die Finanzierung. Die Fortführung soll zunächst bis Ende März 2021 erfolgen und ist der aktuellen Pandemie-Lage laufend anzupassen und dementsprechend zu verlängern.

„Für ihr Engagement sind wir den Ehrenamtlichen sehr dankbar. Wir begrüßen gerade in diesen kalten Tagen und Nächten auch das Angebot der Deutschen Bahn und die Öffnung einer leer stehenden Flüchtlingsunterkunft auf Seiten der Stadt. Aber das reicht noch nicht“, sagt Ulrich Langhorst, Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.  „Je nach Bedarf sollen deshalb zusätzliche Betten in Hostels, Hotels oder Jugendherbergen angemietet und dafür Geld zur Verfügung gestellt werden“, erläutert CDU-Fraktionschef Dr. Jendrik Suck.

„Im Moment sprechen alle über Schnee und Eis. Aber wir dürfen natürlich Corona nicht vergessen. Während der Pandemie müssen auch wohnungslose Menschen die Chance erhalten, die AHA-Regeln einzuhalten“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE+.

 

 

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