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Thema:  Rechtsextremismus

Borussenfront

Verwaltung muss Feier der Borussenfront am Karfreitag verhindern und Entmietung des Hauses Rheinische Straße vorantreiben.

Die GRÜNEN im Rat fordern die Verwaltung auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, um eine Feier der rechtsradikalen ehemaligen Borussenfront im städtischen Gebäude an der Rheinischen Straße zu verhindern. Außerdem müssen die Bemühungen um eine schnellstmögliche Auflösung der Verträge mit den jetzigen Mietern intensiviert werden.

Mario Krüger, Fraktionssprecher der GRÜNEN: „Jede Aktion der Dortmunder Neonazi-Szene ist eine zu viel. Dass nun sogar in einem städtischen Haus der Geburtstag der Borussenfront gefeiert werden soll, ist unerträglich und eine Verhöhnung der Stadt. Aus guten Gründen hat die Stadt zu Jahresbeginn das Haus an der Rheinischen Straße, das mit dem Ladenlokal „Donnerschlag“ über Jahre hinweg der Treffpunkt der Dortmunder Nazi-Szene war, gekauft. Von einer Auflösung der Verträge mit den jetzigen Mietern haben wir seit dem nichts mehr gehört. Wenn die Verwaltung jetzt prüft, ob es rechtliche Bedenken gegen die Feier am Karfreitag gibt, dann ist uns das zu wenig. Es muss darum gehen, mit der Verhinderung der Veranstaltung ein politisch eindeutiges Zeichen zu setzen. Es kann nicht sein, dass an Karfreitag im Cabaret Queue und im Fletch Bizzel keine Kabarett- und Theaterveranstaltungen stattfinden dürfen, während gleichzeitig eine rechtsradikale Organisation in einem städtischen Haus Geburtstag feiert – mit allen davon ausgehenden Gefahren. Das ist absurd.“

Die Borussenfront war in den achtziger und neunziger Jahren die bekannteste Gruppierung, die Fußball mit rechtsextremer Gesinnung verband. Gewalttätige Angriffe gegenüber linken, alternativen und nichtdeutschen Menschen waren die Regel. Einer der bekanntesten Schlachtrufe war „SS, SA, Borussia“.

Mario Krüger: „Der Oberbürgermeister ist Schirmherr der Aktion „Uns verbindet Borussia - und viel mehr“ der Fan- und Förderabteilung des BVB. Bei dieser gelungenen Aktion soll gezeigt werden, wie bunt gemischt und vielfältig die Fans der Borussia sind. Auch vor diesem Hintergrund hat der OB eine besondere Verpflichtung, die Feier der Borussenfront in einem städtischen Gebäude nicht zu zulassen.“

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