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Thema:  Soziales

Art:  Pressemitteilung

GRÜNE und CDU: Maßnahmen am und im Drogenkonsumraum umsetzen, um Stituation zu verbessern und zu entspannen

Die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU stellen zum nächsten Sozialausschuss einen Antrag, der darauf zielt, die Situation am und im Drogenkonsumraum zu verbessern und damit gleichzeitig negativen Begleiterscheinungen im Umfeld entgegenzuwirken.
 
„Der Drogenkonsumraum ist ein nicht verzichtbares, überlebenswichtiges Instrument im guten Dortmunder Hilfesystem. Die Zahl der Drogentoten in Dortmund ist seit der Eröffnung des Drogenkonsumraums drastisch gesunken - und das, obwohl seit zehn Jahren bundesweit die Zahlen steigen. Das zeigt: Der Konsumraum rettet Menschenleben“, spricht sich der GRÜNE Vorsitzende des Sozialausschusses, Ulrich Langhorst, eindeutig für den Drogenkonsumraum aus.
 
In der öffentlichen Diskussion um die Situation in der Innenstadt war der Standort des Drogenkonsumraums zuletzt in die Kritik geraten. Gewerbetreibende am oberen Westenhellweg hatten sich massiv über drogenkonsumierende Menschen beschwert, die sich in den dortigen Hinterhöfen, Parkhäusern und Fluren aufhielten. In einer Stellungnahme auf Anfrage der Fraktionen von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und CDU kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass eine Suche nach einem anderen geeigneten Standort für den Drogenkonsumraum sowie dessen Einrichtung und Genehmigung allerdings mehrere Jahre in Anspruch nehmen würden.

Bereits ab Juli erhält der Drogenkonsumraum eine zusätzliche Stelle für eine*n Sozialarbeiter*in. Die zusätzliche Fachkraft wird vorrangig im räumlichen Umfeld des Drogenkonsumraums eingesetzt und soll noch stärker zur Reduzierung von Konsumvorgängen, Verunreinigungen und Szenebildungen im Umfeld der Einrichtung beitragen sowie eine deeskalierende Rolle im Beschwerdemanagement einnehmen.
 
„Um die Situation weiter zeitnah zu entspannen, müssen deshalb die Rahmenbedingungen des Konsumraums optimiert werden. Der Ausschuss hat sich in dieser Wahlperiode bereits mit der Frage der Wohnsitzauflage beschäftigt. Aktuell sind auswärtige Drogenabhängige oder Dortmunder NutzerInnen ohne Wohnsitznachweis gezwungen, ihre erworbenen Drogen im näheren und weiteren Umfeld der Einrichtung zu konsumieren. Das ist nicht nur eine gesundheitliche Gefährdung der KonsumentInnen, sondern führt auch zu Begleiterscheinungen, die aktuell öffentlich diskutiert werden“, fasst Thomas Bahr, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die momentane Situation zusammen.
 
„Die Ermöglichung des Zugangs für Menschen, die aktuell aufgrund der Wohnsitzauflage den Konsumraum nicht nutzen können, bietet die Chance, die Konsumvorgänge im Umfeld deutlich zu reduzieren und damit die aktuelle Situation zu verbessern. Dies sollte modellhaft für eine bestimmte Zeit erprobt werden“, ergänzt Ulrich Langhorst. „In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn, einen anderen Zugang zum Drogenkonsumraum zu prüfen, um durch eine mögliche Verlegung des Eingangs den Bereich in der Martinstraße zu entlasten. Alles das sieht unser gemeinsamer Antrag vor

Bildnachweis:justhavealook

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