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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art: Pressemitteilung

Energiekonzept

Für die GRÜNEN im Rat ist das von der Dortmunder CDU veröffentliche Papier zur zukünftigen Energieversorgung in Dortmund ein Schritt zurück in die Vergangenheit. 

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN und Vorsitzende des Umweltausschusses: „Wer ernsthaft Nachtstromspeicherheizungen und Kernkraft als Eckpfeiler einer zukünftigen Energieversorgung für Dortmund propagiert, der ist nicht auf dem Weg in die Zukunft, sondern zurück in die energiepolitische Steinzeit. Wir brauchen in Dortmund nicht mehr Nachtspeicherheizungen, sondern weniger. Nicht umsonst unterstützen die DEW21 den Umstieg auf Alternativen mit verschiedenen Förderprogrammen. Die Gewinnung von Wärme aus Strom, überwiegend aus Stein- und Braunkohlkraftwerken, ist durch die großen Verluste bei der Umwandlung eine der inneffizientesten und klimafeindlichsten Arten der Heizenergiegewinnung. Das ist unabhängig von der Art des Stroms. Deshalb sollte auch Ökostrom nicht, wie von der CDU angedacht, zum Beheizen von Gebäuden verwendet werden. Denn Sonnen-, Wasserkraft- und Windstrom sind zu schade zum verheizen, sondern sollen auf Dauer Kohle- und Atomkraftwerke ersetzen. Heizwärme kann stattdessen umweltfreundlich aus Kraft-Wärme-Kopplung, aus Pelletöfen oder modernen Gas- Brennwertheizungen kommen.“ 

Und auch der von der CDU geforderte, preiswerte Kernenergietarif der Stadtwerke ist für die GRÜNEN ein Griff in die energiepolitische Mottenkiste. Mario Krüger, Fraktionssprecher der GRÜNEN: „Es gibt keinen preiswerten Atomstrom. Würde man alle staatlichen Subventionen und Privilegien gegenüber anderen Energiequellen sowie externe Kosten berechnen, dann käme man pro Kilowatt Atomstrom auf eine Größenordnung von zwei Euro. Der angebliche so preiswerte Atomstrom durch die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke zugunsten der vier großen Energiemonopolisten geht übrigens zu Lasten der kommunalen Stadtwerke. Anscheinend hat die CDU nicht mitbekommen, dass die DEW 21 genau aus diesem Grund gemeinsam mit 15 anderen kommunalen Energieversorgern gegen die Verlängerung der Laufzeiten klagt, weil dadurch Investitionen auch in erneuerbare Energien weniger wirtschaftlich und damit schwieriger werden. Genau diese weiteren Investitionen in Sonne, Wind, Wasser, Kraft-Wärme-Koppelung sind aber aus GRÜNER Sicht der richtige und zukunftsweisende Weg. Die Dortmunder CDU ist von dieser Zukunft weit entfernt.“ 

Unverständlich für die die GRÜNEN ist auch die Aussage der CDU, dass städtische Unternehmen aus Wettbewerbsgründen keine Kommunalkredite oder Bürgschaften mehr durch die Stadt in Anspruch nehmen sollen. 

„Da es sich hier um ein Energiekonzept der CDU handelt, können damit nur DSW und DEW21 gemeint sein. Beide Unternehmen haben aber Bürgschaften oder Kommunalkredite bisher nicht in Anspruch genommen. Einzige Ausnahme war der leidige Ausbau des Flughafens – damals übrigens mit Zustimmung der CDU!“, so Mario Krüger abschließend. 

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