GRÜNE Ratsfraktion
Themen
Wissenswertes

Thema:  Umwelt + Verkehr

Art: Pressemitteilung

ENVIO und kein Ende

Es wird Zeit, dass endlich alle Umstände geklärt werden, die zu den skandalösen Zuständen bei Envio geführt haben und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden.

Dazu Fraktionssprecherin Ingrid Reuter: „An erster Stelle der Verantwortlichen steht der Geschäftsführer von Envio, der immer noch seine Zuständigkeit für die skandalösen Arbeitsbedingungen in seinem Unternehmen und die gesundheitlichen Belastungen seiner MitarbeiterInnen leugnet. Kaum erträglich ist nun auch die Aussicht, dass die Sanierungskosten unter Umständen von der öffentlichen Hand getragen werden müssen, da der Verursacher Envio angeblich nicht genügend Geld dafür hat. Allen Ernstes fordert Herr Neupert, seine Geschäfte wieder aufnehmen zu dürfen, damit er die Sanierungskosten tragen könne. Das würde bedeuten, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Die Vergangenheit muss lückenlos aufgearbeitet und die Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden. Dazu werden wir in der ersten Sitzung des zuständigen Umwelt- und Planungsausschusses die Behörden befragen. Darüber hinaus muss aber auch dafür gesorgt werden, dass sich ein solcher Skandal nicht wiederholen kann. Deshalb hoffen wir auf baldige Erkenntnisse der vom Land beauftragten Gutachter zur Verbesserung der Kontrollen des Arbeitsschutzes und von Betrieben, die mit hochgefährlichen Stoffen hantieren.“

Bekannt ist inzwischen auch, dass seit der Zerlegung und Dekontamination von Transformatoren, die bereits in Salzbergwerken endgelagert waren, die Belastungen von Menschen und Umwelt zugenommen haben. Ratsmitglied Ulrike Märkel: „Wenn der sogenannte unabhängige Gutachter des Herrn Neupert in der Presse verniedlichend beschreibt, dass aus den Behältern einiges auch an Staub herausgerieselt sei, so ist das schlichtweg ein Skandal: Wir haben Fotos gesehen, die zeigen, wie sich der Kalkstaub aus den UTD- ransformatoren zentimeterdick auf dem Boden in der Halle ausgebreitet hat. Und die Verantwortlichen von Envio können sich immer noch nicht erklären, wie die Belastung im Blut der MitarbeiterInnen zustande gekommen ist?

Der behauptete Geldmangel des Herrn Neupert ist ebenso unglaubwürdig wie seine Behauptung, er habe genehmigungskonform gehandelt. Stattdessen drängt sich die Vermutung auf, dass er Geld transferiert habe, um die Dekontamination des Geländes nicht zahlen zu müssen. Hier stellt sich die Frage, welche Rechtsmittel hier zur Verfügung stehen, um Envio als Verursacher zur Verantwortung zu ziehen und Schaden von der Allgemeinheit abzuwehren.“

Nach wie vor sind auch zahlreiche Fragen an die Überwachungsbehörde unbeantwortet. Unsere Akteneinsicht hat deutlich gemacht, dass Envio seit Jahren versucht hat zu tricksen und die Bezirksregierung mehr als einmal auf die Einhaltung von Auflagen drängen und Nachbesserungen einfordern musste. Warum Envio nicht von vorneherein in den Fokus der Ermittlungen gestellt wurde, ist aus unserer Sicht unbegreiflich.

In der ersten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses erwarten wir die noch ausstehenden Antworten der Bezirksregierung auf unseren umfangreichen Fragenkatalog und werden uns den aktuellen Sachstand anhand der beigefügten Fragen erläutern lassen. 

Newsletter

Immer gut informiert?

Melden Sie sich hier zu unserem Newsletter an.

Newsletteranmeldung

Kontakt

Ratsfraktion Dortmund

Rathaus
Friedensplatz 1
44122 Dortmund

+49. (0)231. 502 20 - 78

E-Mail senden