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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art:  Pressemitteilung

Flughafen bleibt Geldfresser

Passagier*innen werden jeweil smit mindestens 4 Euro subventioniert

Die geplante Übernahme der Flugsicherung durch die Bundesregierung verschafft dem Flughafen auf Kosten des Bundeshaushaltes zwar wirtschaftliche Vorteile, doch die Klimabelastung durch den Flugverkehr bleibt und wird sich vor dem Hintergrund steigender Fluggastzahlen noch verschärfen - keine gute Entwicklung angesichts der Klimaziele der Stadt Dortmund, meinen die GRÜNEN im Rat. Darüber hinaus verursacht der Flughafen auch nach einer Übernahme der Kosten der Flugsicherung jährlich Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Während die Stadtwerke für jeden Fahrgast in den Bussen und Bahnen rund 40 Cent drauflegen müssen, werden die Passagier*innen am Dortmunder Flughafen jeweils mit mindestens 4 Euro subventioniert. Bezahlen müssen dafür alle Kund*innen der DSW21, denn die Kosten werden durch den Stadtwerkekonzern ausgeglichen.
 

"Der Flughafen ist und bleibt ein dicker Geldfresser. Seit dem Ausbau im Jahr 2000 haben die DSW21 insgesamt mehr als 300 Millionen Euro in den Flughafen gepumpt, um die Verluste auszugleichen. Und das geht so weiter. In diesem und in den nächsten Jahren kommen jährlich jeweils mindestens 10 Millionen dazu. Egal, wie man es dreht: Der Flughafen hängt absehbar weiter am Geldhahn der Stadtwerke und der Bürger*innen und kostet Geld, das wir beim Ausbau des Bus- und Bahnnetzes besser und nötiger gebrauchen könnten. Wer den Klimawandel bekämpfen will, muss jetzt viel Geld in den ÖPNV investieren und nicht in den klimaschädlichen Flugverkehr", kommentiert die Fraktionssprecherin der GRÜNEN, Ingrid Reuter, die Entwicklung.
 

Und auch die Steigerung der Passagierzahlen muss aus GRÜNER Sicht kritisch hinterfragt werden.

"Ob eine Steigerung auf 2,7 Millionen Passagiere klimapolitisch ein Erfolg ist, das wagen wir zu bezweifeln. Mehr Flüge führen zu mehr Luft- und Lärmbelastungen. Und das, obwohl Dortmund schon jetzt das selbstgesteckte Ziel bei der Verringerung von Treibhausgasen nicht erreichen wird. Die Klimakrise wird damit durch den Flughafen weiter verschärft, er ist deshalb weder ökologisch noch wirtschaftlich vertretbar. Die immer wieder investierten Gelder und die Managementleistungen der Geschäftsführung sollten besser für den geordneten Rückbau des Flughafens und für eine kreative Nachnutzung des Geländes aufgewandt werden - zum Wohle der Umwelt, der lärmgeplagten Anwohner*innen und auch der Stadtwerke", so Ingrid Reuter abschließend.

 

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