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Thema:  Umwelt + Verkehr

Flughafen Dortmund: Flughafenchef Bunk führt bewusst in die Irre.

Presseerklärung

Zu den öffentlichen Äußerungen des Flughafenchefs Markus Bunk erklärt Ratsmitglied Mar-tin Tönnes:

„Mit der Einführung einer Kernruhezeit an den Flughäfen des Landes von 23.00 bis 6.00 Uhr will die Rot-Grüne Landesregierung in erster Linie die nahezu unbegrenzten Betriebszeiten an den Flughäfen Köln, Münster und Paderborn einschränken, um den Schutz der Nachtruhe zu gewährleisten.Ziel der Rot-Grünen-Koalition auf Landesebene ist eine Gleichbehandlung aller Flughäfen des Landes. Entweder ist Flughafenchef Bunk über die Rot-Grüne Vereinbarung nicht richtig informiert oder aber er will mit seinen Äußerungen die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger bewusst in die Irre führen.“

Mit seiner Lage inmitten dichter Wohnbebauung ähnlich dem Dortmunder Flughafen hat auch der nachfragestärkste Flughafen in Düsseldorf restriktive Beschränkungen. Grundsätzlich sind dort   Starts nur bis 22.00 Uhr und Landungen nur bis 23.00 Uhr erlaubt. Dagegen ist der Flughafen Köln/Bonn bislang uneingeschränkt für Starts und Landungen nachtoffen. Hier will die neue Landesregierung ein nächtliches Flugverbot für Passagierflüge von 0.00 bis 5.00 Uhr umsetzen.   Nach Angaben der Grünen laufen insbesondere die Flughafenchefs in Münster und Paderborn gegen die Einführung einer Kernruhezeit von 23.00 bis 6.00 Uhr Sturm. Für diese Standorte würden die Pläne der Landesregierung eine deutliche Einschränkung der Be-triebszeiten bedeuten.

 

 

Martin Tönnes: „Die Einführung einer landesweiten Kernruhezeit ist also keine Diskriminie-rung des Dortmunder Flughafens. Vielmehr geht es darum, den ruinösen Wettbewerb der Flughafenstandorte auf Kosten der Anwohnerinnen und Anwohner beenden. Damit ist es erstmals gelungen, die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner auf Schutz der Nachtruhe auf die gleiche Augenhöhe mit den wirtschaftlichen Interessen der Flughafen-standorte zu bringen.“

Auf eine Gleichbehandlung des Dortmunder Flughafens bei den Betriebszeiten mit den ande-ren Flughafenstandorten im Land hat sich auch der Dortmunder SPD-Parteivorsitzende Franz-Josef Drabig nachdrücklich im Verlauf der Koalitionsverhandlungen eingesetzt. Hierbei war jedoch immer klar, dass es bei den in dichter Wohnbebauung liegenden Flughäfen in Düssel-dorf und Dortmund zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner zu keiner Ausweitung der Betriebszeiten kommen soll. „Nichts anderes ist in der Vereinbarung zwischen der SPD und den Grünen auf Landesebene festgeschrieben worden“, so Martin Tönnes abschließend.

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