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Thema:  Stadt + Rat

Art: Antrag

Fusion von Karstadt und Kaufhof

Die Fraktionen von SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und LINKE/PIRATEN bringen unter dem o.g. Punkt nachfolgende Resolution zum Beschluss durch den Rat der Stadt Dortmund ein:

1. Der Rat der Stadt Dortmund nimmt mit Sorge die Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof zur Kenntnis. Das betrifft insbesondere die Ankündigung der geplanten Streichung von bundesweit 5000 Stellen. Der Rat steht an der Seite der Beschäftigten in Dortmund und der anderen Standorte und erwartet im weiteren Verlauf der Fusion ein verantwortungsvolles Handeln im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dabei sind die vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten und eine tarifliche Absicherung der Arbeitsverhältnisse zu garantieren.

2. Der Rat fordert ein tragfähiges Zukunftskonzept für Kaufhof und Karstadt und spricht sich dabei für den Erhalt beider Warenhäuser in Dortmund aus. Beide Häuser bereichern die Dortmunder City und sind wichtiger Bestandteil des Wirtschaftsstandorts Dortmund. Sie sind nicht nur Versorgungszentren vor Ort, sie unterstützten durch ihre Anziehungskraft auch den Einzelhandel in ihrem Umfeld. Sinn der beschlossenen Fusion darf es nicht sein, auf Kosten der Beschäftigten und des Standortes Dortmund mit Innenstadt-Immobilien in bester Lage zu spekulieren.

3. Der Rat fordert, dass das neue Betriebskonzept der Warenhäuser im engen Schulterschluss mit den Betriebsräten und Gewerkschaften, aber auch der Stadt Dortmund erstellt wird. Begründung: Die Fusion der Warenhäuser Kaufhof und Karstadt ist beschlossen, sie sollen unter dem Dach der „Deutsche Warenhaus Holding“ geführt werden. Die Zukunft der Warenhäuser ist ungewiss, derzeit besteht bei den Beschäftigten beider Unternehmen große Unsicherheit. Beide Häuser sind wichtiger Bestandteil der attraktiven Einkaufsstadt Dortmund. Zudem schaffen sie Arbeitsplätze, die die Stadt dringend benötigt. In der Vergangenheit ist die Stadt Dortmund große Schritte auf Karstadt zugegangen, um den Standort und die Arbeitsplätze zu sichern. Das damalige Entgegenkommen durch den Verzicht auf Gewerbesteuerzahlungen darf nun nicht darin münden, dass Jahre später Arbeitsplätze entfallen, Einkaufsmöglichkeiten wegbrechen, Immobilien leer stehen und im Zweifelsfall von Investor zu Investor weiter gereicht werden.

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