GRÜNE Ratsfraktion
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Thema:  Umwelt + Verkehr Stadt + Rat

Art:  Bitte um Stellungnahme

Genderverteilung bei der Namensgebung im öffentlichen Raum

Die Fraktion BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN bittet die Verwaltung um einen aktuellen Sachstand zur Genderverteilung bei der Namensgebung im öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, Gebäude, Brücken etc.). Dabei bitten wir insbesondere um die Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wie hoch ist der Anteil der nach Personen benannten Straßen und Plätze in Dortmund?

2. Wie viele Straßen wurden seit 2010 in Dortmund neu- bzw. umbenannt?

3. Wie wird bei der Neuvergabe von Namen im öffentlichen Raum auf das
    Zahlenverhältnis von Geschlechtern geachtet? 

4. Inwieweit hat sich die Praxis der Namensgebung seit Veröffentlichung der Broschüre
    „Durch Raum und Zeit. Dortmund: Frauen, Namen, Straßen“ aus dem Jahr 2001
    verändert? 

5. Ist eine Aktualisierung der unter Punkt 4 genannten Broschüre geplant?

Die Antwort der Verwaltung wird dem AMIG bis zur Sitzung am 30. November 2021 vorgelegt und auch dem AKSF zur Kenntnis gegeben.

Begründung:
Die im Juni 2001 veröffentlichte Broschüre „Durch Raum und Zeit. Dortmund: Frauen, Namen, Straßen“ informiert, dass es vor 20 Jahren in Dortmund rund 3.500 Straßen gab, von denen ca. 1 000 nach Männern benannt, aber nur rund 100 mit Frauenleben zu tun hatten oder nach Frauen benannt waren. Die Broschüre wies damals auf die quantitativen Unterschiede hin, die deutlich zeigten, dass die Leistungen von Frauen nicht geschlechterdemokratisch behandelt würden. Es war schon aus Sicht des damaligen Oberbürgermeisters und der Gleichstellungsbeauftragten wünschenswert, der Präsenz von Frauengeschichte in Form von Denkmälern, Gedenktafeln, Kunst sowie Gebäude- und Straßennamen mehr Raum im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik zu geben. Mit einem Sachstand zur aktuellen Situation soll deutlich werden, inwieweit sich das historisch bedingte Ungleichgewicht bei der geschlechtergerechten Namensgebung im öffentlichen Raum in den vergangenen 20 Jahren in Dortmund tatsächlich abgebaut hat.

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