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Thema:  Kultur + Sport

Art:  Pressemitteilung

GRÜNE beantragen Erhalt des Freibads Stockheide - doch Grundsatzbeschluss findet keine Mehrheit

Die GRÜNEN haben sich im Sportausschuss für den grundsätzlichen Erhalt des Freibads Stockheide im Dortmunder Norden stark gemacht. Mit einem entsprechenden Antrag wollten sie sicherstellen, dass das Bad im noch ausstehenden Bäderkonzept der Stadt als gesetzt berücksichtigt wird. Doch die Mehrheit wollte sich dieser Grundsatzentscheidung und dem klaren Bekenntnis zum Freibad am Hoeschpark nicht anschließen. Stattdessen gab es gegen GRÜNE Stimmen eine Mehrheit für die Schließung des Bades zunächst für die kommende Saison.

„Der grundsätzliche Wille, das Bad im Norden zu erhalten, ist für uns eine Prämisse für das Bäderkonzept“, erklärt Katrin Lögering, GRÜNES Mitglied im Sportausschuss. Mit dem Argument, dass man zunächst das Bäderkonzept abwarten wolle, um dann über den Fortbestand des Freibades zu diskutieren nimmt man aber in Kauf, dass die Schließung das Ergebnis dieses Konzepts sein könnte. Doch das Freibad Stockheide hat für die Bewohner*innen der Nordstadt, insbesondere für die dort lebenden Familien mit Kindern, nicht nur eine sportliche, sondern vor allem auch eine soziale Bedeutung. Gerade in dem vielfältigen und multikulturellen Viertel rund um den Borsigplatz sollten die verbindenden und integrativen Möglichkeiten des Schwimmbades genutzt und ausgebaut werden, anstatt den Betrieb immer weiter zurückzufahren, um am Ende mit weiter sinkenden Besucherzahlen für ein dauerhafte Schließung zu argumentieren.“

Die längst fällige Sanierung des Freibads Stockheide soll laut gestern empfohlener Verwaltungsvorlage bis zur Präsentation des Dortmunder Bäderkonzepts erneut zurückgestellt werden. Zusätzlich soll Politik entscheiden, ob das Freibad in 2021 überhaupt geöffnet werden soll. Der Ausschuss hatte sich gestern dagegen entschieden. Die Vorlage wird allerdings erst am 11. Februar im Rat endgültig beschlossen.
Die Geschichte um die Sanierung des Freibades Stockheide beschäftigt den Rat der Stadt Dortmund - ebenso wie das Bäderkonzept - seit vielen Jahren. Ein tragfähiges Konzept zur Attraktivierung des Bades liegt trotz des im Februar 2020 mit großer Mehrheit verabschiedeten Gesamtkonzepts für Hoeschpark und Freibad weiterhin nicht vor.

„Mit einem klaren ´Ja´ der Politik zum Erhalt des Bades hätten im Rahmen des Bäderkonzepts jetzt die passenden Weichen für die Funktion und die Nutzung, zum Beispiel als attraktives Familienbad, gestellt werden können. Dazu hätten Lösungen zur verbesserten Anbindung per Rad oder ÖPNV ebenso gehört, wie die Frage nach einem energetischen Konzept möglicherweise für ein beheiztes Kleinkinderbecken. Stockheide ist seit jeher wesentlicher konzeptioneller und historischer Teil des Hoeschparks. Es wurde als wichtige soziale und gesundheitsfördernde Einrichtung für alle Bewohner*innen angelegt und stellt seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Teil des sozialen Lebens für die ca. 150.000 Menschen dar, die im Einzugsgebiet leben. Der Erhalt des Bades steht für uns außer Frage“, betont Katrin Lögering.

 

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