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Thema:  Klimaschutz + Energie

Art:  Pressemitteilung

GRÜNE lehnen weitere STEAG-Beteiligung ab

Die Stadtwerke DSW21 wollen weitere 56 Millionen Euro für den Energiekonzern STEAG zur Verfügung stellen. Dabei geht es nicht nur um eine Refinanzierung der Kredite, sondern auch darum, dass DSW21 – im Gegensatz zu den anderen kommunalen Anteilseignern – langfristig wesentlich an der STEAG beteiligt bleiben möchte. Die GRÜNEN im Rat halten das aus unterschiedlichen Gründen für eine falsche Entscheidung.

„Die DSW 21 sind derzeit mit 36 Prozent der größte kommunale Eigentümer im Rahmen der kommunalen Beteiligungsgesellschaft KSBG. Während die anderen beteiligten Städte sich so schnell als möglich aus der STEAG verabschieden werden, wollen die Stadtwerke Dortmund mindestens ihre Anteile an der STEAG halten. Vor dem Hintergrund der schlechten Geschäftsentwicklung der STEAG, aber auch der weiteren Beteiligung des Unternehmens an Kohlekraftwerken unter anderem im Ausland, halten wir dies aus finanziellen, aber auch klimapolitischen Gründen für eine falsche Entscheidung“, so die Einschätzung von Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN.

Die STEAG war 2011 von sechs Ruhrgebietsstädten für 1,2 Milliarden Euro gekauft worden. Damit verbunden war die Hoffnung, das Unternehmen zu einen Energiekonzern umzubauen, der insbesondere mit erneuerbaren Energien handelt. Die Dortmunder GRÜNEN hatten den damaligen Kauf abgelehnt, auch weil sie schon damals an der Realisierung dieser Pläne gezweifelt haben. Die jetzige Situation ist nun unter anderem der Tatsache geschuldet, dass die Finanzierung der STEAG neu geregelt werden soll. Mit dem zusätzlichen Geld unter anderem aus Dortmund soll ein Aufwärtsdarlehen von 180 Millionen Euro reduziert werden, das die STEAG der kommunalen Beteiligungsgesellschaft beim damaligen Kauf gegeben hatte. Dazu kommt, dass einige der beteiligten Banken eine andere Finanzierung der gewährten Kredite wünschen bzw. ganz aus dem STEAG-Deal herauswollen.

„Wir haben uns in den letzten Wochen ausführlich mit der Situation der STEAG beschäftigt. Unterm Strich bleiben für uns mehr Risiken als Chancen. Und auch die Tatsache, dass einige Banken aussteigen wollen, macht uns eher skeptisch als zuversichtlich. Die Frage ist nun, was mit den freiwerdenden Anteilen der anderen Städte wird, die aus der STEAG aussteigen werden. Wir sind sehr skeptisch, wie sich die STEAG unter Beteiligung Privater in Zukunft entwickeln wird, wenn es schon in kommunaler Trägerschaft nicht gelungen ist, das Unternehmen klimafreundlicher zu machen“, so Ingrid Reuter abschließend.

 

 

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