GRÜNE Ratsfraktion
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Thema:  Soziales

Art:  Pressemitteilung

GRÜNE unterstützen Forderung nach zustätzlichem Aufenthalt für Obdachlose

Die GRÜNE Ratsfraktion setzt sich dafür ein, kurzfristig eine zusätzliche innenstadtnahe Möglichkeit zur Essenausgabe und als Aufenthaltsort für wohnungslose Menschen zu suchen und zu realisieren. Dabei ist insbesondere der Vorschlag einer Großzeltlösung auf dem Parkplatz gegenüber des Gast-Hauses an der Rheinischen Straße zu prüfen. Das sieht ein Antrag der GRÜNEN für die Sitzung des Rates am 8. Oktober vor. Hintergrund ist ein Schreiben der vier Wohnungsloseninitiativen Gast-Haus e.V., BODO e.V., Wärmebus und Kana-Suppenküche e.V. an Verwaltung und Politik.

„Das ist ein echter Hilferuf der Wohnungslosenhilfe. Für wohnungslose Menschen hat die Corona-Krise zu drastischen Verschärfungen ihrer Situation geführt. Die meisten Anlaufstellen und Versorgungseinrichtungen können aufgrund der geltenden Bestimmungen weiterhin nicht öffnen. Und die vorübergehenden Not-Lösungen für die Versorgung mit Lebensmitteln sind nicht wetterfest. Deshalb braucht es gerade in den nun kommenden kälteren Monaten einen zusätzlichen innenstadtnahen  und überdachten Ort“, bewertet der Fraktionssprecher der GRÜNEN, Ulrich Langhorst, die Situation

In ihren Schreiben führen die Initiativen der Wohnungslosenhilfe aus, dass es durch die Corona -Beschränkungen zu langen Aufenthalts- und Wartezeiten bei der Lebensmittelausgabe kommt. Viele Betroffene sehen sich dazu nicht imstande, so dass es zu Unterversorgungen kommt. Zusätzlich leidet dabei die Akzeptanz der Anwohner*innen. Besonders drastisch sind die Folgen des Wegfalls beinahe aller zugänglichen Toiletten. Da nicht nur die sanitären Einrichtungen in vielen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe nicht genutzt werden können, sondern auch die in vielen öffentlichen Einrichtungen, (Schnell-)Restaurants und Kaufhäusern erhöhte Zugangsschwellen haben oder weiterhin nicht zugänglich sind, hat das die Lebenssituation auf der Straße – und die Konflikte mit Anwohner*innen – deutlich verschärft. Die aktuellen Räumlichkeiten von Gast-Haus und Kana Suppenküche sind nach ausführlicher Prüfung nicht nutzbar, die notwendigen Hygienemaßnahmen können dort nicht eingehalten werden.

„Es besteht also dringender Handlungsbedarf für einen ausreichend großen, innenstadtnahen überdachten Ort zur Essensausgabe. Als temporärer Aufenthaltsort sollte er auch mit einer Toilettenanlage ausgestattet sein. Eine Möglichkeit könnte dabei die von den Initiativen vorgeschlagene Großzeltlösung gegenüber vom Gast-Haus sein. In unserem Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, gemeinsam mit der Dortmunder Wohnungslosenhilfe kurzfristig eine Lösung zu realisieren“, fasst Ulrich Langhorst zusammen.

 

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