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Thema:  Arbeit + Wirtschaft

Art:  Pressemitteilung

GRÜNE zu Gast bei WILO: Wirtschaft und Ökologie brauchen gute Rahmenbedingungen

Carsharing, Leihfahrräder, Firmentickets und eine Mobilitäts-App – mit einem solchen Mobilitätskonzept können Unternehmen die Bereitschaft ihrer Mitarbeiter*innen fördern, beim täglichen Weg zur Arbeit Alternativen zum Auto zu finden. Das Dortmunder Unternehmen WILO SE macht es vor, wie die GRÜNE Fraktion bei einem Besuch des Unternehmens erfahren konnte. Anlass für den Termin war der aktuelle Ausbau des Unternehmensstandortes und die in dem Zusammenhang diskutierte Brückenanbindung an die Stadtbahnhaltestelle auf der B54. Die GRÜNE Fraktion konnte sich mit Vertreter*innen des Unternehmens über den schwierigen Weg, Wirtschaft und Ökologie in Einklang zu bringen, austauschen.

„Es ist sehr beeindruckend, was sich hier an der Nortkirchenstraße entwickelt“, stellt Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der GRÜNEN, bei seinem Besuch mit der Fraktion beim Pumpenhersteller WILO in Hörde fest. „Der entstehende Unternehmenscampus ist nicht nur die derzeit größte Baustelle in NRW, sondern zugleich auch ein Beispiel für die nötige Zusammenarbeit von Stadt, Politik und Unternehmen. Denn bei einem solchen Projekt gibt es immer wieder Interessenskonflikte. Da kommt es am Ende auf die Bereitschaft aller Beteiligten an, eine gute Lösung zu finden.“

Demnächst sollen rund 2000 Mitarbeiter*innen im neuen „WILO-Park“ arbeiten. Die Produktionsflächen wurden entsprechend ausgeweitet, und die Neuorganisation der Abläufe erforderte die Umwidmung eines Teilstücks der Nortkirchenstraße zur Betriebsstraße. Im Gegenzug finanziert das Unternehmen den Bau einer neuen Straße, die zukünftig um das Firmengelände herumführt und zugleich eine Anbindung an Phoenix-West ermöglicht. Die dafür notwendigen Eingriffe in die Natur hatten im Vorfeld für Kritik gesorgt, ebenso die Versiegelung einer Fläche für rund 850 Parkplätze.

„Hier wird deutlich, dass das Ziel, Wirtschaft und Ökologie in Einklang zu bringen, gute Rahmenbedingungen braucht“, so Ulrich Langhorst. „Zukünftig werden rund 2000 Menschen täglich in drei Schichten an der Nortkirchenstraße ankommen und wieder wegfahren. Es wäre gut, wenn möglichst wenige davon das eigene Auto nutzen. Dafür braucht es – neben einem umfassenden Mobilitätskonzept –eine gute Anbindung an den ÖPNV und das Radwegenetz. Der Brückenschlag über die B54 ist ein wichtiges Element, um die Entscheidung der Mitarbeiter*innen für umweltfreundliche Alternativen zu fördern.“

Nach Aussage des Unternehmens lässt schon jetzt ein gutes Drittel der Mitarbeiter*innen das eigene Auto stehen und nutzt stattdessen die vom Unternehmen geförderten alternativen Angebote. Dennoch mussten rund 850 Parkplätze ausgewiesen werden.

„Hier sehen wir noch Handlungsbedarf seitens der DSW21. Stellschrauben sind aus unserer Sicht beispielsweise die Taktung und Linienführung von Bussen und Stadtbahn. Dies gilt nicht nur für WILO, sondern auch für die Unternehmensansiedlungen auf Phoenix-West und auf anderen Gewerbeflächen in Dortmund. Auch die kommunale Stellplatzsatzung sollte zukünftig so ausgestaltet sein, dass klimafreundliche Verkehrsmittel an Attraktivität gewinnen“, so Martina Stackelbeck, GRÜNES Mitglied im Wirtschaftsausschuss.

Das Beispiel WILO zeigt aber auch, dass ein Unternehmen viel selbst tun kann. Um die Folgen der zusätzlichen Versiegelung von Flächen abzumildern, werden sämtliche Dachflächen begrünt. Auf dem Gelände werden Baumpflanzungen und Grünanlagen dafür sorgen, dass ein Park-Charakter entsteht. Ein Ersatzbaumkonzept sichert Neuanpflanzungen. Zudem sorgen ein Blockheizkraftwerk, Abwärmenutzung und Photovoltaik dafür, dass beim CO2-Ausstoß kräftig gespart wird. Die Hälfte der benötigten Energie soll zukünftig klimaneutral erzeugt werden, auch zur Verbesserung der eigenen Wirtschaftlichkeit bei der Produktion.

„Der WILO-Campus kann zur Blaupause guter Wirtschaftsentwicklung werden“, so Martina Stackelbeck. „Das zukunftsfähige Mobilitätskonzept rechnet sich langfristig für das Unternehmen und wirkt sich positiv auf das Stadtklima in Dortmund aus. Davon profitieren alle – das Unternehmen, die Mitarbeiter*innen und die Stadtbevölkerung.“ 

 

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