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Thema:  Stadt + Rat

Art:  Pressemitteilung

Katzenschutzverordnung - GRÜNE wollen endlich eine Entscheidung zum Schutz freilebender Katzen

Die GRÜNEN im Rat befürworten schon lange die Einführung einer Verordnung zum Schutz freilebender Katzen im Stadtgebiet Dortmund.

Jetzt soll eine solche Verordnung endlich endgültig beschlossen werden. Das sieht ein Antrag der Ratsfraktion für die Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste in der kommenden Woche vor.

Mit einer Verordnung auf der Grundlage von §13b des Tierschutzgesetzes können Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen verpflichtet werden, ihre Tiere durch einen Mikrochip oder eine Ohrtätowierung kennzeichnen und registrieren zu lassen. Fortpflanzungsfähige Katzen dürfen künftig nur dann freien Auslauf haben, wenn sie kastriert sind. Damit soll verhindert werden, dass die Population freilebender Katzen und damit ihr Leid zunehmen.

„Seit Jahren fordern die Dortmunder Tierschutzvereine eine solche Verordnung zum Schutz freilebender Katzen. Genauso so lange versucht die Verwaltung immer wieder Gründe dagegen zu finden. Das wirkt mittlerweile fast schon zwanghaft. Denn die guten Gründe für einen besseren Schutz der Katzen liegen auf der Hand: Hunger und Krankheiten setzen ihnen zu, viele Tiere verelenden jämmerlich. Schon jetzt gibt es nach Schätzungen der Tierschutzvereine auf dem Dortmunder Stadtgebiet ca. 15.000 freilebende Katzen. Und die Situation wird umso schlimmer, je größer die Population wird. Deshalb muss genau hier angesetzt werden. Das sehen auch viele andere Städte so, die bereits eine entsprechende Verordnung haben“, so Friedrich Fuß, Ratsmitglied der GRÜNEN.

Der Ausschuss für Bürgerdienste hatte im letzten Jahr nach vielen Jahren der Diskussion endlich den Grundsatzbeschluss für eine solche Verordnung gefasst. Die Verwaltung hatte allerdings einen weiteren Fallstrick ausgelegt: Denn obwohl Tier- und Katzenschutzverein erneut umfangreiches Material und Zahlen eingefangener und verelendeter Katzen vorgelegt hatten, forderte die Verwaltung mit der Begründung von Rechtssicherheit ein weiteres Jahr lang zusätzliche Datenerhebungen. Aus Sicht der Verwaltung zeigen die Ergebnisse dieser Erhebungen nun, dass die rechtlichen Grundlagen für eine Verordnung nicht erfüllt sind. Die GRÜNEN sehen das anders.

„Für den Kreis Unna reichte für die Rechtssicherheit der dortigen Verordnung die Zahl von jährlich 370 Kastrationen an freilebenden verwilderten Katzen aus. In Dortmund liegt die Zahl bei bis zu 1000 Kastrationen. Zusätzlich wurde in Unna als Begründung angeführt, dass die dort praktizierenden Tierärzt*innen bei den verwilderten Katzen erhebliche Gesundheitsmängel festgestellt haben. Aus demselben Grund befürworten auch in Dortmund zahlreiche Tierärzt*innen eine Verordnung. Sie sind die eigentlichen Expert*innen in dieser Sache, die entsprechenden Schreiben von 13 Praxen liegen schon seit längerem vor. In Dortmund reicht das alles für die Verwaltung anscheinend nicht aus. Stattdessen werden die Tierschutzvereine mit immer neuen Anforderungen konfrontiert. Aus unserer Sicht liegt alles, was es für eine Verordnung braucht, schon längst auf dem Tisch. Es wird Zeit, dass die Verordnung zum Schutz der Katzen endlich kommt“, fasst Friedrich Fuß abschließend zusammen.

 

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