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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art:  Pressemitteilung

Kein Mut zur Umsetzung von Pop-up-Bikelanes

Der Verkehrsausschuss hat gestern den GRÜNEN Antrag zur Umsetzung von temporären Fahrradspuren, sogenannten Pop-up-Bikelanes, abgelehnt. Die Fraktion hatte die Initiative von 12 Verbänden, solche Radspuren an verschiedenen Stellen in der Stadt kurzfristig einzurichten, in den Ausschuss eingebracht. Zeitgleich hatten sich innerhalb eines Tages über 1.100 Menschen in einer Petition für die schnelle Umsetzung von Pop-up-Bikelanes auch in Dortmund eingesetzt. Eine Vielzahl europäischer Metropolen hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie solche Initiativen schon umgesetzt und bei mehrspurigen Straßen kurzfristig eine Fahrbahn dem Radverkehr zur Verfügung gestellt.

„Anlass für die Idee temporärer Fahrradspuren ist die veränderte Mobilität in der Corona-Zeit. Wenn man jetzt zunächst mal prüfen will, ob kurzfristige Radstreifen sinnvoll sind und wenn ja, wo, fährt man die Idee bewusst gegen die Wand“, ärgert sich Matthias Dudde, GRÜNES Mitglied im Verkehrsausschuss über die fehlende Bereitschaft der Verkehrspolitiker von SPD und CDU, sich tatsächlich für den Radverkehr einzusetzen. „Es geht darum, mit dieser Idee auf die aktuell bestehenden Probleme im Nahverkehr zu reagieren: Fußgänger*innen brauchen jetzt mehr Platz auf den Gehwegen, Radwege auf den Fußwegen erschweren jetzt das Einhalten der Distanzregeln.“

Der kommende Sommer und die Ferien wären zusätzlich eine gute Zeit, um einen Fahrstreifen an den großen Straßen umzunutzen. Ein Regelplan zur zeitlich begrenzten Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen, wie er in Berlin aufgestellt wurde, hätte nach Ansicht der GRÜNEN auch in Dortmund die Umsetzung von temporären und gleichzeitig sicheren Radfahrstreifen einfach und schnell ermöglicht.

„Die aktuelle Situation, so schwierig sie für uns alle ist, hätte damit zur Chance werden können, mehr Menschen dauerhaft für die Nutzung des Fahrrads zu gewinnen. Gerade in Zusammenhang mit den jetzt geplanten Verbesserungen für den Radverkehr hätten kurzfristig angelegte Radspuren einen guten Praxistest ermöglicht“, so Matthias Dudde weiter. „Diese Chance wurde jetzt durch die beschlossene Verzögerungstaktik vergeben.“

 

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