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Thema:  Kinder, Jugend, Bildung

Art:  Pressemitteilung

Kinder in Armut GRÜNE Fordern Sachstand zum Bildungs- und Teilhabepaket

Fast jedes dritte Dortmunder Kind unter 15 Jahren ist auf staatliche Leistungen angewiesen und lebt am Rande der Armut. Das ist eine der erschütternden Aussagen des aktuellen Berichts der Stadt zur sozialen Lage. Ein Befund mit Auswirkungen: Denn die entsprechenden Kinder und Jugendlichen haben unter anderem eine deutlich geringere Chance auf einen höher qualifizierten Schulabschluss. Das grenzt ihre Berufs- und Lebenschancen massiv ein. Die GRÜNE Ratsfraktion will deshalb nun im Sozialausschuss diskutieren, wie die betroffenen Familien und Kinder durch das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) besser unterstützt werden können.

„Das Bildungs- und Teilhabepaket ändert nicht grundsätzlich die schwierige Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Aber es bietet Unterstützungs-möglichkeiten, um die Lebensumstände an einigen Stellen zu verbessern. Umso wichtiger ist es, dass die Leistungen des BuT zielgenau in Anspruch genommen werden können. Ob das der Fall ist, wissen wir allerdings aktuell nicht, denn der letzte Bericht der Verwaltung zum Bildungs- und Teilhabepaket stammt aus 2016. Deshalb halten wir auch vor dem Hintergrund der Aussagen im Bericht zur sozialen Lage einen aktuellen Sachstandsbericht für dringend notwendig“, so der Fraktionssprecher der GRÜNEN, Ulrich Langhorst.

Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket sollen Kinder und Familien mit geringem Einkommen unterstützt werden. Konkret geht es dabei um die Förderung von Schulausflügen und mehrtägigen Klassenfahrten, die bessere Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf, die Schülerbeförderung, die Lernförderung, die Teilnahme an gemeinschaftlicher Mittagsverpflegung in der Kita und der Schule sowie um die Teilhabe an Vereins-, Kultur- und Ferienangeboten. Laut Verwaltung waren vor drei Jahren ca. 30.000 Kinder und Jugendliche in Dortmund anspruchsberechtigt. 90 Prozent von ihnen haben die Leistungen des BuT damals auch in Anspruch genommen.

„In unserem Antrag für den Sozialausschuss wollen wir unter anderem wissen, wie hoch diese Zahlen aktuell sind. Insbesondere interessiert uns dabei, wie hoch die Antragstellung und Inanspruchnahme der Leistungen des BuT in den im aktuellen Bericht zur sozialen Lage definierten Aktionsräumen ist. Denn hier leben die meisten von Armut bedrohten Kinder und Jugendlichen“, erläutert Ulrich Langhorst die Intention der GRÜNEN Initiative.

Der Antrag der GRÜNEN steht auf der Tagesordnung des Sozialausschusses am Dienstag der kommenden Woche, den 25. Juni. Die Sitzung im Ratssaal des Rathauses ist öffentlich.

 

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