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Thema:  Soziales Kinder, Jugend, Bildung

Art:  Pressemitteilung

Kostenloses Mittagessen während Corona - GRÜNE sorgen sich um bedürftige Kinder

Über 16.500 Kinder aus einkommensschwachen Familien in Dortmund erhalten in normalen Zeiten ein kostenloses Mittagessen in Schulen und Kitas. Finanziert wird das Essen über das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes. Mit der Corona-bedingten Schließung der Schulen und Kitas fällt dieses Mittagessen nun weg. Die GRÜNEN im Rat befürchten, dass damit viele Familien Probleme haben, in der aktuellen Situation eine ausreichende Ernährung zu Hause für ihre Kinder zur Verfügung zu stellen. Die Ratsfraktion setzt sich deshalb dafür ein, dass die betroffenen Kinder auch in Corona-Zeiten das kostenlose Mittagessen erhalten.

Laut einer Mitteilung des Bundeministeriums für Arbeit und Soziales ist das auch ab sofort möglich.

„Viele ärmere Familien in Dortmund haben kein Geld, um das Mittagessen für ihre Kinder in Schulen und Kitas zu bezahlen. Deshalb werden dafür für jedes Kind ca. 50 Euro monatlich über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zur Verfügung gestellt. Das ist eine große Entlastung für die Familien, die nun natürlich durch die Schließung der Einrichtungen fehlt. Wir werden deshalb die Verwaltung um eine Stellungnahme bitten, welche Möglichkeiten bestehen oder schon umgesetzt sind, um die Leistungen des BuT für die Mittagessen den betroffenen Familien und Kindern auch in Corona-Zeiten zukommen zu lassen“, kommentiert die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Ulla Hawighorst, die Situation.

Anspruchsberechtigt sind Familien, die Leistungen nach dem SGB II oder dem SGB XII erhalten, Bezieher*innen von Kindergeldzuschlag oder Wohngeld sowie Empfänger*innen von Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz. Für ihre Kinder ist das Essen in Schulen und Kitas seit August 2019 vollkommen kostenlos.

Das Bundeministerium für Arbeit und Soziales hat nun mitgeteilt, dass die Gelder während der Corona-Schließungen nicht entfallen. Im Gegenteil. In einem Schreiben des Ministeriums heißt es dazu, dass für die Zeit, in der regulärer Unterricht an den Schulen wegen der Pandemie-Situation nicht stattfindet, die Mahlzeiten zu den bedürftigen Kindern nach Hause gebracht werden können. Allerdings ist dabei der Aufwand für eine dezentrale Anlieferung nicht berücksichtigt.

„Es wird organisatorisch nicht möglich sein, jeden Tag 16.000 Kindern in Dortmund ihr Mittagessen nach Hause zu bringen. Deshalb werden wir die zuständige Sozialverwaltung mit der Bitte um Stellungnahme anschreiben, wie der Anspruch auf das kostenlose Essen trotzdem erfüllt werden kann. Eine Möglichkeit könnte sein, den betroffenen Familien die ca. 50 Euro des Bildungs- und Teilhabepakets für die Zeit der Schulschließungen direkt auszuzahlen“, so Ulla Hawighorst abschließend.

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