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Thema:  Umwelt + Verkehr Klimaschutz + Energie

Art:  Pressemitteilung

Kurz vor der roten Karte: Dortmunder Flughafen liegt den Steuerzahler*innen auf der Tasche - viel Geld für viel Klimaschaden

Zu der jetzt veröffentlichten Studie des BUND und des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft zur Rolle der Regionalflughäfen in Deutschland äußert sich Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN im Rat.

„Die Studie bestätigt unsere immer wieder geäußerte Kritik am Dortmunder Flughafen. Sie macht deutlich, dass der Flughafen bei den Subventionen und der Klimabelastung an vorderster Stelle der Regionalflughäfen steht. In den vergangenen 20 Jahren wurden fast 400 Mio. Euro auf alle Dortmunder Stadtwerkekund*innen abgewälzt. Allein 2018 mussten 14 Mio. Euro Defizit ausgeglichen werden, trotz steigender Fluggastzahlen. Und mit 725.000 t klimabelastender Emissionen ist Dortmund Spitzenreiter aller bundesweiten Regionalflughäfen.
Gleichzeitig bestätigt die Studie, dass der Dortmunder Flughafen keinen relevanten Beitrag zur Verbindung der Region mit den internationalen Flugverkehrsnetzen und europäischen Wirtschaftszentren leistet. Immerhin ist der Flughafen Düsseldorf nur 45 Bahnminuten entfernt. Stattdessen werden Urlaubs- und Freizeitflüge sowie Städtereisen angeboten, ein Segment, das von Billigflug-Airlines beherrscht wird. Die Macher*innen der Studie kritisieren zu Recht, dass damit auch in Dortmund Steuergelder für den Betrieb einer klimapolitisch unverantwortlichen Mobilität verschwendet werden.“
Die Studie, die die ökonomische Betrachtung von Regionalflughäfen mit der klimapolitischen verbindet, zeigt erstmals auf, welche Klimabelastung die einzelnen Flughäfen zu verantworten haben. Das Ergebnis für Dortmund ist erschreckend. Dabei hat sich der Flughafen nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein.
„Dieses Ziel erscheint uns ebenso unrealistisch wie ein ausgeglichenes Jahresergebnis bis 2021. Die aktuelle Studie zeigt deutlich, dass Regionalflughäfen kaum wirtschaftlich zu betreiben sind und sowohl das Klima als auch die Bürger*innen die Lasten zu tragen haben. Hier werden Klimaschäden ohne eine klare verkehrspolitische Rechtfertigung mit Steuergeldern subventioniert. Damit steht der Dortmunder Flughafen in der Gesamtbewertung kurz vor dem Platzverweis. Für uns GRÜNE steht fest, dass das Geschäftsmodell des Flughafens gescheitert ist. Unser Ziel ist es, den Flughafen mittelfristig zurückzubauen und das Gelände für eine zukunftsfähige Entwicklung zu nutzen.“

 

 

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