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Thema:  Soziales

Art:  Pressemitteilung

Queerfeindlichkeit nicht hinnehmen: GRÜNE fordern rasche Umsetzung des LSBTIQ-Aktionsplans

Mädchen werden an einer Realschule wegen Regenbogenflagge bedrängt. Die Schulprävention wurde bereits ausgebaut. Nun soll der von GRÜNEN und CDU auf den Weg gebrachte LSBTIQ-Aktionsplan rasch in die Umsetzung kommen

Es sind Szenen aus verschiedenen Videos, die fassungslos machen. An einer Dortmunder Realschule wurden drei Mädchen offenbar gemobbt und verfolgt, weil sie eine Regenbogenfahne mit in die Schule gebracht haben. Schulprävention durch SCHLAU verstärkt

„Der Stellungnahme von SLADO können wir uns vollumfänglich anschließen“, erklärt Katrin Lögering, GRÜNES Ratsmitglied im Schulausschuss. „Der Übergriff an der Realschule zeigt, so SLADO, dass noch sehr viel passieren muss, bis Schule ein sicherer Ort für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und andere queere Menschen (LSBTIQ*) ist. Aktuell sind Schulen, auch in Dortmund, häufig kein sicherer Ort für LSBTIQ*. Letztes Jahr beschlossen wir GRÜNE deshalb mit allen anderen demokratischen Fraktionen eine Erhöhung der Förderung für LSBTIQ-Aufklärung an Schulen im Rahmen des SCHLAU Projektes auf 100.000 €. Der Vorfall an einer Realschule zeigt jedoch: Wir sind erst am Anfang. Queerfeindlichkeit bleibt eine Aufgabe für uns alle, der wir uns mit aller Konsequenz politisch stellen müssen!“

LSBTIQ-Aktionsplan muss rasch umgesetzt werden
Aus diesem Grund beschlossen GRÜNE und CDU erstmals für Dortmund die Erstellung eines umfassenden Aktionsplans zur Bekämpfung von Queerfeindlichkeit in allen Gesellschaftsbereichen. Der von der Verwaltung koordinierte Partizipationsprozess soll im Juli 2022 beginnen. Die GRÜNEN fordern die Verwaltung auf, die Mittel schnellstmöglich für den Einsatz gegen Queerfeindlichkeit einzusetzen:
„Als GRÜNE sehen wir einen hohen Nachholbedarf in der Unterstützung der Dortmunder Szene“, erklärt Jenny Brunner, GRÜNES Ratsmitglied im Sozialausschuss. „Umso mehr freut uns, dass wir den Aktionsplan mit mehr als 200.000 € unterlegen konnten. Mit diesem Etat steht Dortmund der queeren Hochburg Köln in nichts nach. Dortmund setzt hier starkes ein Zeichen. Zahlreiche LSBTIQ-Organisationen und Gruppen in Dortmund stehen schon in den Startlöchern, um mit den zusätzlichen Mitteln neue wichtige Projekte zur Antidiskriminierungsarbeit zu realisieren. Der jüngste Vorfall an der
Dortmunder Schule zeigt: Die Dortmunder Verwaltung muss nun mit mehr Tempo die Erstellung des Aktionsplans voranbringen. Die eingestellten Mittel hätten schon seit Jahresanfang für erste Maßnahmen zum Einsatz kommen können. Wir werden die Verwaltung erneut auffordern, dem Willen des Rates schnellstmöglich nachzukommen.“

 

Bildnachweis:Amparo Garcia

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