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Thema:  Soziales Nordstadt

Art: Pressemitteilung

Ravensberger Straße

Während die SPD zur Zukunft der Ravensberger Straße offensichtlich nicht weiß, was sie will und die CDU von einem Groß-Bordell träumt, haben die GRÜNEN nun einen konkreten Prüfauftrag zum Standort für die nächste Sitzung der Bürgerdienste und des Sozialausschusses gestellt.

Wolfram Frebel, GRÜNES Ratsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste: „Alle reden davon, ob die Ravensberger Straße noch der richtige Standort für den Straßenstrich ist. Während sich die SPD anscheinend mehr mit sich selber beschäftigt als mit der Lösung der Probleme, haben wie nun einen entsprechenden Prüftauftrag gestellt. Bei der Einführung des Konzepts der Ravensberger Straße 2005 standen die bessere Kontroll- und Einwirkungsmöglichkeit auf die Straßenprostitution, der Schutz der umliegenden Wohnbebauung sowie die Erhöhung der Sicherheit für die Prostituierten im Vordergrund. Diese Ziele waren damals inhaltlich richtig und sind bis heute politisch unstrittig. Vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen muss allerdings überprüft werden, ob diese Ziele am jetzigen Standort noch erreicht werden können. Darüber hinaus darf man nicht vergessen: Die Probleme der Nordstadt bestehen aus weit mehr als aus der Ravensberger Straße. Es muss weiter daran gearbeitet werden, mit ordnungspolitischen Initiativen menschenunwürdige Wohnsituationen zu verhindern sowie durch Maßnahmen wie zum Beispiel den Alkoholkonsumraum die Situation im öffentlichen Raum zu entzerren.“

Empört sind die GRÜNEN über die Unterstellung von SPD-Ratsmitglied Dr. Hetmeier, die in der Forderung nach zusätzlichen sozialarbeiterischen Maßnahmen eine Unterstützung von Zwangsprostitution sieht.

Wolfram Frebel: „Frau Dr. Hetmeier verabschiedet sich damit endgültig aus jeder ernstzunehmenden Diskussion zur Zukunft des Straßenstrichs und der Situation der Frauen. Dass sie dieser Diskussion nicht gewachsen ist, hat sie ja schon mit ihrer Forderung nach der grundsätzlichen Abschaffung des Straßenstrichs bewiesen. Realitätsfremder geht es nicht mehr.“

Zusätzlich zum Prüfauftrag des Standorts beantragen die GRÜNEN eine Verbesserung der hygienischen Bedingungen für die auf dem Straßenstrich arbeitenden Frauen sowie die Errichtung einer Schrankenanlage vor den so genannten Verrichtungsboxen.

Saziye Altundal-Köse, Ratsmitglied der GRÜNEN und Mitglied im Sozialausschuss: „Solange sich der Straßenstrich an der Ravensberger Straße befindet, muss es vorrangig darum gehen, die Arbeitsbedingungen für die dort arbeitenden Frauen zu verbessern. Eine Verbesserung der Bedingungen ist der beste Schutz gegen eine Ausuferung der Prostitution in die Wohnbereiche und in den Sperrbezirk. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind trotz der Diskussionen um eine Verlagerung des Straßenstrichs schnellstmöglich umzusetzen und so zu errichten, dass sie bei einer eventuellen Verlagerung auch an einem neuen Standort genutzt werden können. Dies gilt auch für die einzurichtende Schrankenanlage vor den Verrichtungsboxen.“

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