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Thema:  Rechtsextremismus

Art: Pressemitteilung

Rechtsextremes Konzert ist nicht hinnehmbar

Die Partei "Die Rechte" hat für den 16.November ein zweites Rechtsrock-Konzert innerhalb kürzester Zeit zum Geburtstag des Alt-Nazis „SS-Siggi“ (Siegfried Borchardt) angekündigt. Die GRÜNEN im Rat fordern Staatsschutz und Polizei auf, alle rechtsstaatlichen Mittel gegen das Konzert zu prüfen.

Bei dem angekündigten Konzert sollen die Bands „Sachsonia“ „Words of Anger“, „Klänge des Bluts“ und „Lunikoff Verschwörung“ auftreten. Michael Regeren alias Lunikoff ist Ex-Sänger der Band Landser, die 2003 vom Berliner Kammergericht zur kriminellen Vereinigung erklärt wurde. Zum Repertoire gehören Lieder, die dem Blood & Honour-Gründer Ian Stuart gedenken. Der Veranstaltungsort des von "Die Rechte" als Wahlkampfauftakt für die Kommunalwahl organisierten Konzerts wird nicht bekanntgegeben. Es findet an einem geheim gehaltenen Ort statt und kann nur über eine Mobilnummer abgefragt werden.

Ulrike Märkel, Ratsmitglied der GRÜNEN: "Dies zeigt einmal mehr, dass die "Die Rechte" als Nachfolgeorganisation des verbotenen Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO) nicht in zivilgesellschaftlichen, sondern in konspirativen Strukturen arbeitet. Bereits im Oktober konnte ungehindert ein Konzert mit der Band „Lunikoff Verschwörung" in Dortmund stattfinden. Ein zweites Konzert, bei dem ein verurteiltes Mitglied einer verbotenen kriminellen Vereinigung sein rechtsextremes Gedankengut in hasserfüllten Texten verbreitet, darf es nicht geben. Dass die Band in ihren Lieder gegen eine multikulturelle Gesellschaft ausgerechnet in einer Stadt hetzt, in der ein Mitbürger vom NSU ermordet wurde, kann man nicht hinnehmen."

Die ebenfalls eingeladene Band "Sachsonia" veröffentlicht in Liedern wie "Amok" Gewaltfantasien gegen Andersdenkende, während die Band "Words of Anger" in einem Song Freiheit für Lunikoff forderte - nach seiner Verurteilung zu über drei Jahren Haft. Laut Experten werden rechtsextreme Konzerte genutzt, um neue Anhänger vor allem unter jungen Leuten zu rekrutieren. Andere Städte wie Pirmasens haben daher wenigstens versucht, ein Verbot solcher Konzerte durchzusetzen.

Ulrike Märkel: "Staatsschutz und Polizei sind aufgefordert, nachdrücklich mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln gegen solche Veranstaltungen vorgehen. Dazu gehört auch, dass der Verfassungsschutz seine Erkenntnisse über die rechtsextreme Musikszene zur Verfügung stellt. Die Polizei hat ein von der Dortmunder Neonazi-Szene organisiertes Konzert in Herne aufgelöst - dasselbe erwarten wir beim November-Konzert hier bei uns in Dortmund.“

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