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Thema:  Soziales

Art:  Pressemitteilung

Situation von wohnungs- und obdachlosen Menschen – GRÜNE fordern schnelle Ausweitung der Waschmöglichkeiten

Die Corona-Krise und die dadurch bedingten Einschränkungen treffen wohnungs- und obdachlose Menschen besonders hart. Zuletzt hat das der Geschäftsführer des Straßenmagazins BODO öffentlich gemacht. Neben der Versorgung mit Mahlzeiten spielen dabei insbesondere die Waschmöglichkeiten eine entscheidende Rolle. So gibt es stadtweit aktuell nur zwei Duschen in der Zentralen Beratungsstelle der Diakonie in der Rolandstraße.

Die GRÜNEN im Rat verweisen in diesem Zusammenhang auf ihren Antrag während der Haushaltsberatungen, ein zusätzliches Waschcafe mit Duschen und Waschmaschinen einzurichten.

„Gerade in diesen Zeiten von Corona ist eine regelmäßige Hygiene überlebenswichtig. Das gilt insbesondere für die Menschen, die auf der Straße leben. Sie sind durch ihre Lebensumstände eine besonders gefährdete Risikogruppe. Während ihre Versorgung mit Mahlzeiten organisiert zu sein scheint, ist das bei den Waschmöglichkeiten nach unseren Informationen aktuell nicht der Fall. Stadtweit zwei Duschen für mehrere hundert wohnungs- und obdachlose Menschen reichen vorne und hinten nicht aus. Deshalb fordern wir die Verwaltung auf, bereits vorhandene zusätzliche Waschmöglichkeiten schnellstmöglich zugänglich zu machen“, kommentiert der Fraktionssprecher der GRÜNEN im Rat, Ulrich Langhorst, die Situation.

Der Rat hatte im Dezember dem Antrag der GRÜNEN zugestimmt, 40.000 Euro für ein Waschcafe in der Nordstadt bereit zu stellen. In ehemaligen Flüchtlingsunterkünften wie in der Braunschweiger Straße - aktuell betrieben vom Trägernetzwerk von Caritas, Diakonie und GrünBau - stehen Duschen sofort nutzbar zur Verfügung. Nach Informationen verfügt auch der VMDO in der ehemaligen Übergangseinrichtung an der Leuthardstraße über bereits hergerichtete Waschmöglichkeiten, die zurzeit leer stehen.

„Die Verwaltung hat im letzten Sozialausschuss Bedenken gegen eine Nutzung der Anlaufstelle in der Braunschweiger Straße geäußert und befürchtet, dass dann an dieser Stelle ein schwer zu kontrollierender Anlaufpunkt entsteht. Wir halten die Gefahr und Risiken durch nicht vorhandene Hygienemöglichkeiten für wohnungs- und obdachlose Menschen momentan für sehr viel größer. Letztendlich ist es uns egal, wo zusätzliche Waschmöglichkeiten entstehen. Wichtig ist es, dass sie schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden.


Wenn man dabei auf bereits vorhandene Strukturen zurückgreifen kann, dann ist das umso besser. Natürlich ist uns klar, dass man den Zugang gerade im Moment aufgrund der Hygiene- und Abstandsregelungen gut organisieren muss. Aber das dürfte zu machen sein“, so Ulrich Langhorst abschließend.

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