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Thema:  Klimaschutz + Energie

Art:  Pressemitteilung

STEAG: Kein weiteres Risiko für Dortmund eingehen

In den Verkauf der kommunalen STEAG-Anteile kommt Bewegung. Geplant ist, dass die Anteile der aussteigenden Kommunen von der STEAG selbst zunächst zu einem symbolischen Preis übernommen werden. Der reale Preis wird fällig, wenn ein Käufer für die in Rede stehenden 64 Prozent gefunden ist. Dieser Preis soll jedoch schon jetzt festgeschrieben werden und die Kommunen wollen nicht ewig auf ihr Geld warten. Möglicherweise muss schon 2024 die gesamte Summe fließen.

Die Dortmunder GRÜNEN warnen davor, dass das jetzt beabsichtigte Konstrukt zulasten der DSW21 geht, die zukünftig als einziges Stadtwerk an dem Energiekonzern beteiligt ist.

„Wenn schon vorab festgelegt wird, was die Anteile der Städte, die jetzt aussteigen, in einigen Jahren wert sein müssen, wird das Marktrisiko völlig außen vor gelassen. Dabei stellt sich die Frage, ob sich der benötigte finanzkräftige und verlässliche Käufer findet, der die Unternehmensanteile zum entsprechenden Preis übernehmen wird“, äußert Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der GRÜNEN, ihre Zweifel an den jetzt bekannt gewordenen Verkaufsplänen. Vor dem Hintergrund des zur Debatte stehenden Kohleausstiegsgesetzes und der wirtschaftlichen Situation des Energiekonzerns dürfte der Verkauf schwierig genug werden. „Es muss ausgeschlossen werden, dass Dortmund am Ende die Zeche zahlt: weder durch den Ankauf weiterer Anteile noch durch die Finanzierung zusätzlicher Kredite, die aufgrund der vorab festgelegten Auszahlungsverpflichtung an die anderen Kommunen möglicherweise nötig werden“, so Ingrid Reuter weiter.

Die DSW21 bleiben mit 36 Prozent zukünftig der einzige kommunale Eigentümer der STEAG, da die anderen beteiligten Städte im vergangenen Jahr ihren Ausstieg beschlossen haben. „Vor dem Hintergrund der schlechten Geschäftsentwicklung halten wir das Festhalten an der STEAG aus finanziellen Gründen weiterhin für eine falsche Entscheidung“, so Ingrid Reuter. „Der Aufsichtsratsvorsitzende der STEAG muss jetzt darlegen, wie er ein zusätzliches Risiko für Dortmund ausschließen will.“

 

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