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Thema:  Arbeit + Wirtschaft

Art: Pressemitteilung

Unsicherheit nach Fusion von Karstadt und Kaufhof bleibt - GRÜNE erinnern an Ratsbeschluss

 Im September letzten Jahres hatte die geplante Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof auch in Dortmund für Verunsicherung gesorgt. Mitarbeiter*innen beider Kaufhäuser bangten um ihre Arbeitsplätze und ihren Tarifvertrag. Mit einer gemeinsamen Resolution hatte sich der Rat der Stadt für die Beschäftigten stark gemacht und ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Mitarbeiter*innen und beide Warenhäuser gefordert. Jetzt hat der Kaufhof-Karstadt-Konzern angekündigt, im Zuge der Fusion den Tarifvertrag der Kaufhof-Mitarbeiter*innen aufkündigen zu wollen.

Die GRÜNEN wollen deshalb in der nächsten Ratssitzung nachhaken, was aus dem Ratsbeschluss geworden ist. Ulrich Langhorst, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Rat: "Die Mitarbeiter*innen beider Dortmunder Kaufhäuser warten seit Monaten auf eine Aussage, wie es mit ihrer Beschäftigung weitergeht. Sie brauchen die Zusage, dass ihre Arbeitsplätze und auch eine Tarifbindung erhalten bleiben. Die nötigen Sanierungsmaßnahmen im Karstadt-Kaufhof-Konzern dürfen nicht allein zu Lasten der Beschäftigten gehen. Die Konzernleitung muss jetzt gemeinsam mit den Vertretungen der Beschäftigten, aber auch mit der Stadt Dortmund, an tragfähigen Lösungen für beide Häuser am Westenhellweg arbeiten. Genau das wurde im vergangenen Jahr vom Rat beschlossen."

Kaufhof ist seit Ende November Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Konkurrenten Karstadt. Der Kaufhof-Karstadt-Konzern hat angekündigt, 70 Millionen Euro bei den Kaufhof-Mitarbeitern einsparen zu wollen. Zudem sollen im Rahmen der Kaufhof-Sanierung bundesweit 2.600 Stellen wegfallen. Was das für die über 100 Beschäftigten von Kaufhof in Dortmund bedeutet, ist bisher nicht absehbar.

Ulrich Langhorst: "Die Mitarbeiter*innen bei Karstadt haben schon vor Jahren gravierende Einschnitte bei den eigenen Gehältern hingenommen. Auch die Stadt hat mit einem Verzicht auf Gewerbesteuerzahlungen ihr Engagement für den Erhalt von Arbeitsplätzen unter Beweis gestellt. Wir erwarten, dass das fusionierte Unternehmen mit der Stadt jetzt ins Gespräch kommt und darlegt, wie der Plan für den Erhalt der Dortmunder Standorte und die Sicherung der Arbeitsplätze der Karstadt- und Kaufhofmitarbeiter*innen aussieht. Wir werden im Rat nachhaken, was sich seit dem Ratsbeschluss aus September 2018 getan hat, ob die Wirtschaftsförderung mit dem Konzern in Kontakt steht und welche Möglichkeiten die Stadt nutzen kann, um den Beschäftigten eine Perspektive in Dortmund zu erhalten.

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