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Thema:  Soziales

Art:  Pressemitteilung

Verabschiedung des städtischen Sonderbeauftragten für Vielfalt, Toleranz und Demokratie

Zur heutigen Verabschiedung des städtischen Sonderbeauftragten für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, Hartmut Anders-Hoepgen, äußern sich die Fraktionssprecher*innen der GRÜNEN, Ulrich Langhorst und Ingrid Reuter:

Der Einsatz für Vielfalt und Demokratie und der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus hat in Dortmund viele Gesichter. Das Gesicht des ehrenamtlichen städtischen Sonderbeauftragten Hartmut Anders-Hoepgen ist dabei sicherlich eines der prägendsten der vergangenen Jahre. Dass er diese Funktion nun nach über 12 Jahre aufgibt, ist ein Verlust.

Hartmut Anders-Hoepgen ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Beschluss von GRÜNEN und SPD 2007 zur Erarbeitung eines Aktionsplans gegen Rechts mit so viel Inhalt gefüllt worden ist, dass es heute eine funktionierende Struktur gegen den Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in unserer Stadt gibt: über den konkreten Aktionsplan und die Beteiligung der Stadt am Bundesprogramm „Demokratie leben“, die gut aufgestellte eigene Koordinierungsstelle in der Verwaltung, die Schaffung einer Opfer- und Ausstiegsberatung bis hin zur Vernetzung der unterschiedlichen Bündnisse und die Unterstützung zahlloser Aktionen von Initiativen und Einrichtungen. Dafür danken wir ihm.

Dass seine Arbeit erfolgreich war, zeigt sich auch am jährlich wiederkehrenden Antrag der rechtspopulistischen AfD im Rat, die Koordinierungsstelle und den Aktionsplan abzuschaffen. Das dürfte eines der größten Komplimente und ein klarer Beweis für die gelungene Arbeit von Hartmut Anders-Hoepgen sein.

Wir wissen, dass er auch nach seinem Rückzug als Sonderbeauftragter als Vorsitzender des Westfälischen Vereins für die offensive Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus am Thema weiterarbeiten wird. Wir freuen uns über die weitere Zusammenarbeit mit ihm an dieser Stelle in den kommenden Jahren. Die Ratsmitglieder der GRÜNEN haben bereits in den letzten Jahren die Arbeit des Vereins auch finanziell unterstützt, indem sie privat für jede Anfrage der Nazis von NPD und DIE RECHTE im Rat 5 Euro an die Ausstiegsberatung COMEBACK gespendet haben. Insgesamt sind dabei inzwischen fast 2000 Euro für die Beratung von Menschen zusammengekommen, die die rechtsextreme Szene verlassen möchten.

Der Rückzug von Hartmut Anders-Hoepgen ist nicht das Ende der Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Dortmund. Im Gegenteil: Die in den letzten Wochen und Monate von Rechtsextremen verübten Morde, die Angriffe auf Geflüchtete und Zugewanderte, auf Synagogen und Moscheen, die Zuspitzung gesellschaftlicher Diskussionen zeigen, dass der Einsatz für Demokratie und Vielfalt verstärkt weitergeführt werden muss. In diesem Sinn freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Sonderbeauftragten Manfred Kossack.

 

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