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Thema:  Klimaschutz + Energie

Art:  Pressemitteilung

Verkaufsprozess vorantreiben: STEAG als Ganzes verkaufen

In einer Video-Pressekonferenz zur Vorstellung des Jahresergebnisses von DSW21 hat der Dortmunder Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke die Möglichkeit eingeräumt, dass der Essener Energiekonzern STEAG auch zu 100 Prozent verkauft werden könnte. Bisher hatte Dortmund als größter Anteilseigner den Verkauf der eigenen 36 Prozent Anteile am Unternehmen immer abgelehnt. Nachdem alle anderen kommunalen Besitzer ihren Ausstieg aus dem Unternehmen beschlossen haben, werden diese An-teile (zusammengenommen 64 Prozent) jetzt zunächst von der STEAG selbst übernommen. Spätestens in den nächsten zwei Jahren soll dann ein Käufer gefunden werden.
 

„Wir begrüßen die von Guntram Pehlke ins Spiel gebrachte Möglichkeit, die STEAG komplett zu verkaufen, insbesondere vor dem Hintergrund der desolaten Lage des Dortmunder Flughafens“, kommentiert Ingrid Reuter, Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion, die Äußerungen des Stadtwerke-Chefs. „Die Stadtwerke werden schon große Probleme haben, das Risiko aus dem Betrieb des Flughafens in dieser Lage abzufedern. Wir wollen uns deshalb im Rat dafür einsetzen, dass auch Dortmund seine 36 Prozent in den geplanten Verkaufsprozess einbringt.“ Als Vorsitzender des STEAG-Aufsichtsrates solle Pehlke die entsprechenden Weichen beim Verkauf stellen.
 

Die Dortmunder GRÜNEN sehen die Attraktivität des Unternehmens durch das Kohleausstiegsgesetz weiter abnehmen. Sie wollen in jedem Fall ausschließen, dass Dortmund als einzige kommunale Eigentümerin am Ende durch einen Ankauf weiterer Anteile oder durch die Finanzierung zusätzlicher Kredite die Zeche zahlt.
 

„Vor dem Hintergrund der schlechten Geschäftsentwicklung der STEAG, aber auch der weiteren Beteiligung des Unternehmens an Kohlekraftwerken im Ausland, halten wir es nicht nur für geboten, sondern auch für strategisch sinnvoll, die STEAG als Ganzes am Markt anzubieten. Damit verbessert man möglicherweise die Verkaufschancen und minimiert zugleich das Finanzrisiko für Dortmund“, so Reuter.

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