GRÜNE Ratsfraktion
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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art:  Bitte um Stellungnahme

Vorkehrungen Waldbrandgefahr

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses um einen Sachstandsbericht hinsichtlich der Vorkehrungen für die Gefahr von Waldbränden.

Dabei bitten wir insbesondere um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Wie berücksichtigt der Brandschutzbedarfsplan die Gefahr von Waldbränden?
  2. Wie wird die Feuerwehr im Bereich der Waldbrandbekämpfung ausgebildet?
  3. Ist die Feuerwehr mit entsprechender Schutzkleidung ausgerüstet für die Bekämpfung eines Waldbrandes?
  4. Werden für die Brandbekämpfung notwendiges Gerät und Einsatzfahrzeuge in angemessenem Umfang vorgehalten?
  5. Wenn keine geländegängigen Einsatzfahrzeuge vorgehalten werden, wie wird dieses Defizit kompensiert? Bestehen z.B. Kooperationen mit anderen Kommunen und wie sehen diese konkret aus?
  6. Sind die gefährdeten Waldgebiete oder Waldteile so erschlossen, dass eine erfolgreiche Waldbrandbekämpfung durchgeführt werden kann?
  7. In welchen Waldgebieten sind Wasserentnahmestellen erforderlich und wurden sie dort für die Feuerwehr gut erreichbar errichtet? Finden jährliche Überprüfungen der Wasserentnahmestellen durch die Forstbehörde und die Feuerwehr statt?
  8. Gibt es nach Erkenntnissen der Verwaltung Dortmunder Waldgebiete mit Altlasten (zum Beispiel munitionsbelastet Gebiete)? Wenn ja: Liegen eigene Pläne oder Strategien zur Bekämpfung eines Waldbrandes in derartigen Gebieten vor?

Begründung:
In den vergangenen Jahren ist die Waldbrandgefahr aufgrund des klimawandelbedingten geringeren Niederschlags und der gestiegenen Temperaturen größer geworden. Das in den Jahren 2018 und 2019 entstandene Niederschlagsdefizit konnte bis heute nicht ausgeglichen werden. Viele Baumbestände sterben wegen Wassermangels ab, werden stark geschwächt und durch Schädlinge wie den Borkenkäfer befallen.
Am Beginn der Vegetationszeit von Mitte März bis April dieses Jahres wurden zum Teil weniger als 20 Prozent der für diese Jahreszeit üblichen Niederschlagsmenge gemessen, so dass mit einem Fortgang der klimatischen Entwicklung und ihren Folgen für die Natur auch in diesem Jahr zu rechnen ist. Die Gefahr von Waldbränden ist damit auch 2020 sehr hoch, was die Brände im April dieses Jahres in NRW bestätigten. Laut einem Bericht der NRW-Landesregierung wurden bis zum 28.04.2020 in NRW 18 Waldbrände mit einer Waldbrandfläche von etwa 70 Hektar verzeichnet.

 

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