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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art:  Pressemitteilung

Weiterhin schlechtes Klima für den Radverkehr: Dortmund bleibt Schlusslicht beim ADFC-Klimatest

Schon zum neunten Mal hat der ADFC das Klima für den Radverkehr in deutschen Städten bewertet. Diesmal auch unter dem Einfluss von Corona. Und erneut landet Dortmund auf dem vorletzten Platz beim bundesweiten Vergleich der Städte über 500.000 Einwohner*innen. Damit hat sich die Situation für Radfahrer*innen in Dortmund seit 2012 nicht verbessert. Auch der durch Corona ausgelöste deutliche Schub für den Radverkehr wurde laut ADFC in Dortmund nicht genutzt.

„Bei der Akzeptanz des Radverkehrs erhält Dortmund die Schulnote 4,8– das ist eher mangelhaft als noch ausreichend“, stellt Matthias Dudde, GRÜNES Mitglied im Rat der Stadt Dortmund fest. „Auch die Änderungen des Mobilitätsverhaltens während der Pandemie nutzt die Stadt nicht, um den Radverkehr attraktiver zu machen. Durch schnell und unbürokratisch umzusetzende Pop-up-Radwege, wie zum Beispiel in Berlin geschehen, hätte man ein deutliches Signal pro Rad setzen können. Dortmund schneidet vor allem bei dem Thema Sicherheit schlecht ab und landet mit einer 4,9 noch unter dem Ergebnis der letzten Befragung (4,8).  Weitere Mängel sind die Breite der Radwege, zugeparkte Wege und die Führung an Baustellen (alle Note 5,3).

Aus der Panel-Marktforschung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr wissen wir, das seit April 2020 das Fahrrad das einzige Verkehrsmittel ist, das die Menschen nach der Pandemie weiter häufiger benutzen wollen. Daher braucht es jetzt spürbare Verbesserungen auf der Straße. Immer mehr Menschen sind jedoch nicht nur aufgrund der Ausnahmesituation während Corona bereit, aufs Fahrrad umzusteigen. Der Boom bei den E-Bikes zeigt, dass die Bedeutung dieses Verkehrsmittels deutlich gestiegen ist. Eine dauerhafte Steigerung des Radverkehrsanteils und der Zufriedenheit der Radfahrer*innen entscheidet darüber, ob es gelingt, die urbane Lebensqualität in unserer Stadt endlich spürbar zu verbessern.

Für schnelle Lösungen muss die Stadt sorgen, in dem sie weit fortgeschrittene Projekte endlich umsetzt. Dazu gehört die Weiterführung des Bananenradwegs, die Ausweisung der schon beschlossenen Fahrradstraßen in der Arndt Straße und der Langen Reihe oder auch die lange überfällige Einrichtung sicherer Abstellmöglichkeiten mit Ladestationen“, so Matthias Dudde.

 

 

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