GRÜNE Ratsfraktion
Themen
Wissenswertes

Thema:  Umwelt + Verkehr

Art: Pressemitteilung

„Wer ECE den kleinen Finger reicht, verliert die ganze Hand“

Nach langen Kämpfen mit den Investoren haben GRÜNE und SPD versucht, die schädlichen Auswirkungen des Einkaufscenters auf die wirtschaftliche und verkehrliche Entwicklung der Dortmunder City durch einschränkende Bedingungen zu mildern, die der Rat im April 2008 mehrheitlich beschlossen hat.

Fraktionssprecherin Ingrid Reuter: „Dabei ging es neben einer Reduzierung der Verkaufsfläche unter anderem darum, die Silberstraße als immer wichtiger werdende West-Ost-Verbindung weiterhin geöffnet zu lassen – eine Forderung, die vehement auch vom ADFC und VCD erhoben wurde. Letztlich wurde beschlossen, dass die Silberstraße ebenso wie die neu ausgebildete Nord-Süd-Achse durchgängig (rund um die Uhr) für den Fuß- und Radverkehr offen zu halten sei. Dies halten wir für absolut notwendig, um die Durchlässigkeit der City an dieser Stelle außerhalb der Ladenöffnungszeiten zu sichern.“ 

Es dauerte nicht lange, bis der Investor Druck auf die Politik ausübte und die Verwaltung die Politik dazu bewegen wollte, diesen Beschluss zu revidieren. Letztlich verständigten sich SPD und GRÜNE, letztere zähneknirschend, auf einen Antrag, der eine halbjährige 24-Stunden-Öffnung auf Probe vorsah. Danach sollte eine Auswertung der Nutzungsfrequenz vorgenommen werden. „Aber“, so Planungsausschussvorsitzende Reuter, „wer ECE den kleinen Finger reicht, verliert die ganze Hand. Nunmehr sollen Planungssausschuss und Rat beschließen, den städtebaulichen Vertrag dahingehend zu ändern, dass die Durchwegung lediglich während der Öffnungszeiten von ECE, zuzüglich eine Stunde davor und danach offen ist. Die Argumente des Investors sind nicht neu und heute nicht anders zu bewerten als im Dezember 2008. Für uns hat die Durchlässigkeit für die DortmunderInnen weiterhin Vorrang vor den Interessen des Investors. Von daher wenden wir uns strikt dagegen, diesen Teil des städtebaulichen Vertrages zu verändern und hoffen, dass auch die SPD zu ihrem Beschluss steht. Im Planungsausschuss werden wir einen entsprechenden klarstellenden Antrag vorlegen.“ 

Ein solches Vorgehen ist typisch für Vereinbarungen, die mit einem Investor geschlossen werden, der letztlich nicht willens ist, andere Entscheidungen zu akzeptieren, als solche, die in das bewährte Einheitskonzept für alle Städte passen. 

Newsletter

Immer gut informiert?

Melden Sie sich hier zu unserem Newsletter an.

Newsletteranmeldung

Kontakt

Ratsfraktion Dortmund

Rathaus
Friedensplatz 1
44122 Dortmund

+49. (0)231. 502 20 - 78

E-Mail senden