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Thema:  Umwelt + Verkehr

Art:  Pressemitteilung

Wizz-Air-Äußerungen werden Thema im Ausschuss - GRÜNE greifen Kritik des DGB auf

Die Ratsfraktion der GRÜNEN will die Äußerungen von Wizz-Air-Chef Varadi zur Rolle von Gewerkschaften am Flughafen zum Thema im nächsten Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften machen. Varadi hatte in einem Interview gesagt, dass Gewerkschaften das Geschäft zerstören. Wizz-Air werde deshalb Flugzeuge zu einem anderen Flughafen verlegen, wenn „die Gewerkschaften versuchen, uns zu erwischen.“

Nachdem die GRÜNE Ratsfraktion diese Aussagen öffentlich machte, hatte der DGB kritisiert, dass der Flughafen zum Standort von Heuschrecken-Kapitalismus wird. Die Vorsitzende des DGB Dortmund, Jutta Reiter, hatte dabei die Erwartung formuliert, dass dieser Vorgang geklärt wird.

„Wir sehen das genauso wie der DGB und greifen die Anregung zur Klärung auf. Der Flughafen gehört zu 26 Prozent direkt der Stadt. Den Rest hält die DSW 21, die selbst eine hundertprozentige städtische Tochter ist. Deshalb wollen wir diese Art der Geschäftspolitik des Flughafens im zuständigen Beteiligungsausschuss diskutieren“, kommentiert die Fraktionssprecherin der GRÜNEN, Ingrid Reuter.

Wizz-Air wird mit der angekündigten Stationierung von drei Flugzeigen und der Ausweitung der Flugziele ab August zukünftig ca. 65 Prozent der Passagiere am Dortmunder Flughafen transportieren. Angekündigt ist außerdem die Beschäftigung von mehr als 100 Mitarbeiter*innen.

„Damit wird es am Flughafen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Während die direkt am Flughafen angestellten Beschäftigten nach Tarifvertrag bezahlt werden, bleiben die Wizz-Air-Mitarbeiter*innen nach dem Willen ihres Chefs ohne gewerkschaftliche Vertretung. Und nicht nur das. Zusätzlich muss der Flughafen ständig mit der Drohung leben, das Wizz-Air den Standort Dortmund verlässt, sollte es zu einer gewerkschaftlichen Aktivität der Mitarbeiter*innen der Fluggesellschaft kommen. Wir wollen deshalb, dass der zuständige Ausschuss dieses Geschäftsmodell missbilligt. Zusätzlich soll die Geschäftsführung des Flughafens auffordert werden, gegenüber Wizz-Air deutlich zu machen, dass eine solche Haltung zur gewerkschaftlichen Mitbestimmung nicht akzeptabel ist“, so Ingrid Reuter abschließend.

 

 

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