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Thema:  Bauen + Wohnen Umwelt + Verkehr

Art: Pressemitteilung

Wohnpark an der Rennbahn

Die geplante Pflege- und Senioreneinrichtung auf dem Gelände des  Dortmunder Rennvereins, über die der Planungsausschuss nächste Woche entscheiden soll, halten Bündnis 90/DIE GRÜNEN aus mehreren Gründen an diesem Standort für falsch.

„Wir unterstützen deshalb die Entscheidung der Bezirksvertretung Brackel, die sich auf Antrag der SPD mehrheitlich gegen den Standort des Wohnparks an der Rennbahn und die Versiegelung der Flächen ausgesprochen hat. Wir hoffen, dass die SPD im Rat dem Votum ihrer GenossInnen vor Ort folgt“, so Ingrid Reuter, Vorsitzende des Planungsausschusses.

Die Errichtung einer Senioren- und Pflegeeinrichtung weitab vom Ortszentrum Brackel halten die GRÜNEN für wenig sinnvoll. „Es besteht die Gefahr, dass hier eine Art Seniorenghetto entsteht, denn es gibt für die zukünftigen BewohnerInnen kein attraktives, lebendiges Umfeld, nur einen Nahversorger auf der grünen Wiese“, so Birgit Pohlmann, planungspolitische Sprecherin der GRÜNEN. Zudem ist eine Massierung von fast 300 Wohnungen, Apartments oder Pflegezimmern für ältere und hochaltrige Menschen aus pflegerischer Sicht vielleicht „wirtschaftlich“, ganz sicher entspricht das nicht den Wohnwünschen. „Heute weiß man, dass ältere Menschen im Zentrum wohnen wollen, dort, wo es etwas zu sehen und zu erleben gibt, dort wo man fußläufig und bequem die unterschiedlichsten Geschäfte erreichen kann und wo unterschiedliche Generationen zusammenleben. Deshalb ist es wichtig, dass Senioren- und Pflegeeinrichtungen möglichst zentral errichtet werden, z. B. im Ortskern von Wambel.“ 

Auch aus umweltpolitischen und denkmalpflegerischen Gründen ist der Standort ungünstig. „Das vorgesehene Gelände an der Rennbahn ist durch einen schützenswerten alten Baumbestand gekennzeichnet, der zu einem großen Teil gefällt werden müsste. Dadurch werden weitere Freiräume zerstört, die im Sommer durchaus von den BürgerInnen genutzt werden“, so Ingrid Reuter, Vorsitzende des Planungsausschusses. „Zwar werden Ersatzpflanzungen in Aussicht gestellt (was angesichts der schwierigen Haushaltslage nicht immer zeitnah umgesetzt werden kann), aber solche Neupflanzungen sind nur ein magerer Ersatz für den alten Baumbestand. Außerdem wird durch die geplante Bebauung das denkmalgeschützte Bild der Rennbahn in Mitleidenschaft gezogen.“ 

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